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Kommunikation – und Failure of…
Kommunikation – und Failure of…
Apr 4th
Cloud-Computing, Cloud-Storage, Cloud Security und viele andere Begriffe machen sich in den letzten paar Monaten in den Medien breit. Ich gehe mal davon aus, dass viele Leute die Begriffe schonmal gelesen oder gehört haben, aber nicht genau wissen, was da eigentlich gemeint ist. Dies liegt unter anderem daran, dass so vieles in der Cloud passiert und so vieles mehr möglich scheint. Und da in Deutschland offenbar Nachholbedarf besteht, gehe ich heute mal näher darauf ein.
Es gibt folgende charakteristischen Eigenschaften für “die Cloud”. Sie ist ein per Internet erreichbarer Raum. In der Cloud werden Dienstleistungen angeboten, z.B. Rechenzeit zum Videotranskodieren, Speicherplatz, Datenbanken, Adressbuchsysteme und vieles mehr. Der Zugang zur Cloud ist von überall möglich, er ist aber nicht immer kostenlos. So werden Dienste wie Google Mail zwar kostenlos angeboten. Amazons S3 Speichersystem und Apples Mobile Me jedoch nicht. Für die meisten kostenpflichtigen Dienste in der Cloud gilt, dass sie nutzungsabhängige Entgelte erheben. Etwa pro Gigabyte verbrauchtem Speicherplatz oder pro angelegtem Projekt.
Woher dieser Trend zu zentralen Rechensystemen? Mancher mag sich denken: “Auf meinem eigenen Rechner sind die Daten doch trotz schnellen Internets sofort da, sicherer und immer bei mir?” Das mag in Teilen zwar Zutreffen (besonders was die Sicherheit angeht), aber Daten sind heutzutage keine Inseln mehr. Es wird verstärkt in Teams und Kleingruppen an Dateien kollaboriert. Dazu bietet es sich an, in einem ersten Schritt die Dateien selbst an einer zentralen Stelle zu lagern. Das Serversystem verwaltet am besten auch die verschiedenen Versionen des Dokuments. In einem zweiten Schritt wird dann auch gleich die Bearbeitungssoftware ins Internet, oder die Cloud, verlagert. Siehe Microsofts Bestrebungen Office online-fähig zu machen um Google Docs Paroli zu bieten. Diese Verlagerung bietet den Nutzern die Möglichkeit von jedem Gerät mit Internetzugriff auf die Software zugreifen zu können. Ob Workstation im Büro, Iphone oder Fernseher spielt dann keine Rolle mehr.
Auf Anbieterseite spreche Skalenerträge und die Hoheit über den Zugang für die Cloud Computing Lösungen. Skalenerträge entstehen durch die Konzentration von Rechenleistung, Administration und Standorten. Und wer sich erstmal als dominanter Email Anbieter durchgesetzt hat, der kann darauf aufbauend weiter Produkte, Dienstleistungen und Lösungen anbieten, mithin den Weg vorgeben, den die Nutzer gehen. Je mehr Datenbanken auf Amazons S3 Service laufen, je kritischer das Bestehen der Plattform wird, desto weniger reagieren Kunden auf Preisänderungen.
Die Cloud ist also ein wolkiges Gebilde aus Dienstleistungen, die dem Nutzer per Internet angeboten werden. Die Konsequente Weiterentwicklung des Mainframes, nur auf globaler Ebene. Um die Schnittstellen zwischen den Diensten wird es in der Zukunft gehen, der Grad der Vernetzung nimmt noch weiter zu, die Reichweite des Internets steigt. Wer kein Problem damit hat, seinen Terminkalender auf einem Rechenzentrum in Kalifornien zu verwalten, wird demnächst auch noch mehr auf diesen Rechnern machen können. Das T-Mobile Sidekick Disaster zeigt jedoch: ein lokales Backup kann nicht schaden!
Und ob man dem Anbieter vertrauen kann ist sicher zum Teil interpretationswürdig. Gerade weil man die Wolke nicht durchleuchten kann finden sich oft unvorhergesehene Sicherheitsmängel und -lücken. Diese lassen sich nicht so einfach kontrollieren oder beheben wie bei einer Eigenlösung. Ob, wie und wie schnell der Anbieter Lücken behebt ist oft nur aus Vertrauen in die Marke abzulesen (Google, Amazon) oder durch vorangegange Aktionen des Anbieters. Es läuft also viel auf Vertrauen hinaus, oft blindes. Das ist gerade bei kritischen Unternehmensdaten nicht immer gegeben. Daher bieten diese oft ihre eigenen internetbasierten Lösungen an.
Eine Übersicht über einige mir bekannte Cloud Services gibt es Mittwoch. Bis dahin frohes Eiersuchen.
Apr 3rd
HAPPY EASTER, God påske, 复活节快乐, Joyeuses Pâques, Buona Pasqua, Glad Påsk, Срећан Ускрс und frohe Ostern. Viel Spaß beim Eiersuchen und Essen. Dazu passend das hier. Für mehr deutsche Eier, selbst der Titan ruft dazu auf: Videobotschaft des Titanen
And always remember:
Jan 23rd
Get aboard everyone, we’re exchanging logos. Corporate central has sent us this intern with the unpronouncable name, let’s get to it. He’ll know what to do.
Was ist eigentlich ein Corporate Design? Ich denke, es ist die physische Darstellung der Corporate Identity. Also die fühl- und sichtbare Komponente, mit der die Firma sich gegenüber Kunden, Zulieferern, Mitarbeitern und Konkurrenten, sowohl nach aussen als auch nach innen, durch Material darstellt. Zu diesen Materialien gehören natürlich so extrem sichtbare Dinge wie Schilder, Gebäudebeschilderung, Visitenkarten und Briefpapier. Diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen.
Wenn das Logo einer Firma geändert wird, fällt also eine Menge Arbeit an. In meinen ersten 2 Arbeitstagen habe ich mir erstmal einen Überblick verschaffen müssen. Unabhängig davon hat natürlich jeder seine eigene Meinung zu den Änderungen und wie sie umgesetzt werden sollen. Aber Corporate Communications hat das letzte Wort, soviel ist inzwischen klar. Problem: Der CEO der Tochtergesellschaft hat die Kosten in der Bilanz stehen. Super Sache also, dazwischen zu stehen. Kommunikation ist da alles. Studiere ich ja zum Glück.
Neben dem ganzen Planen sind heute auch Anfragen rausgegangen an Druckereien und Schilderbauer. Richtig aktiv geworden bin ich persönlich auch. Dabei bin ich wahrscheinlich vielen in der Firma das erste Mal als anwesend aufgefallen. Der neue Powerpoint Master, mit dem jetzt die Präsentationen erstellt werden sollen ist heute rausgegangen. Gleichzeitig habe ich allen Mitarbeitern, die per Email erreichbar sind heute eine Infomail dazu geschickt. Mit dabei aber auch Informationen zum weiteren Prozess des Logotauschs. Daneben sind auch die neuen Farben und das Design für die Arbeitskleidung besprochen worden. Spannend das alles.
Dieses Wochenende wird also erstmal eingekauft und die Umgebung erkundet. Shoppen bei Walmart wahrscheinlich.
Meetings attended: 2, Test Exemplare bestellt: 3 Angebotsanfragen verschickt: 5 Dokumentationen erstellt: 1
Jan 22nd
Hey people, news from the US of A.
Nach einem sehr entspannten Flug mit Delta Airlines (Essen schlechter als LH, Besteck aus Plastik Pizza unertraeglich, dafuer gabs mehr Getraenke), einer nicht so entspannten Immigration mit so inspirierten Fragen wie “9weeks, now that’s a long time, what are ya gonna do?” bin ich um 17 Uhr mit halbstuendiger Verspaetung in Birmingham Alabama aufgeschlagen. Bin freundlicherweise direkt mal vom Director of Humar Ressources abgeholt worden. Der allerdings “etwas” im Stress war. Schliesslich musste er nicht nur mich nach Pell City bringen, sondern auch mit der Delegation Deutscher Ingenieure rumschlagen, die zum Dinner geladen hatten. Gleichzeitig laufen hier naemlich 4 Produktionsprogramme an.
Abgesetzt wurde ich bei Mr. Vincent Okoro, mit dem ich hoffentlich die naechsten 9 Wochen verbringen werde. Extrem netter, deutsch sprechender Nigerianer mit US Buergerschaft. Hat gleich mal ne Flasche Remis Martin aufgemacht um mich willkommen zu heissen. Nach 2 Glaesern davon waren wir dann entspannt genug um den Moebelpackern beim hereinschleppen seiner Moebel zuzugucken. Er wohnt naemlich seit einer Woche in dem Apartment. Naja, nach einem leckeren, selbstgekochten (!!!) Essen aus Fisch und Oel mit Reis und einem Miller light bin ich dann nach ca. einer Stunde BET Genuss ins Bett gefallen.
Heute morgen hiess es schliesslich um 7 Uhr aufstehen und zur Arbeit fahren. Dort angekommen, erstmal dem CEO erklaert, was die Corporate Central eigentlich will. Logos austauschen, soweit so gut. Reihenfolge und Prioritaeten erarbeiten, Gelaende abgehen und Liste erstellen. Dabei gleich mal gesagt bekommen, dass 3 Wochen dafuer ja eigentlich ausreichen muessten. Klar. Wenn alle Zulieferer so schnell und konsequent arbeiten wie man das von Deutschland gewohnt ist. Beim Mittagessen wird genau das naemlich in Frage gestellt. Also wohl eher Fulltime-Job. Es ist jetzt 4.30 Ortszeit, der erste Tag ist um.
Kontakte geknuepft: 15, Firmenadressen:3. Logindaten erhalten: noch keine und last but not least: signed my first form
Till then, Rudolf.
P.S. manchmal ist der Nike Slogan halt nur Wunschdenken. “Just Do It” geht einfach nicht mit den Strukturen von Grossfirmen.
Jan 19th
Da ich derzeit viel beschäftigt bin: Prüfungen, Praktikum USA und einigem mehr; diesmal nur ein kurzes Update.
Die Anlage liegt hier: