Something smells rotten in the state of Denmark! Es gibt nichts besseres als Shakespeare’s Hamlet zu zitieren in einer Zeit wo scheinbar eh Alles in Chaos und Tragödie versinkt.
ABER: genau jetzt wäre die Chance da für unsere Politiker endlich mal Parteipolitik aussen vor zu lassen und sich endlich um die Wähler zu kümmern. Und was tun sie? Nichts, Funkstille im Vergleich zu Frankreich und England. Frankreichs Teleprompter-Präsident Sarkozy geht ab wie ein Zäpfchen, Brown hat die Zeichen der Zeit erkannt und handelt entschlossen (wohl auch sein letzter Ausweg aus der völligen Bedeutungslosigkeit). Und Merkel wird nichtmal mehr eingeladen, weil sie offenbar nichts zu einer Diskussion beizutragen vermag.

Was ist also diese Liquidity Trap? Nun, Wirtschaftsnobelpreisträger John Maynard Keynes hat formuliert, dass es in einer Rezession einen Zeitpunkt gibt, an dem die Leitzinsen noch so weit gesenkt werden können ohne dass dies Einfluss auf die Investitionssumme der Wirtschaft und Haushalte hat. Monetärpolitik ist dann wirkungslos. Man schaue sich dazu mal die Leitzinsen der führenden Volkswirtschaften an:

USA: 1%
EU: 2,5%
Japan: 0,5%

Und man sieht, viel weiter runter gehts nicht. Von Rieseninvestitionen deswegen hat man aber noch nichts gehört. Keynes, unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise 1930ff. hat dazu folgendes propagiert: Deficit Spending. Der Statt müsse in diesen Zeiten (und nur in diesen Zeiten, sonst nicht) auf Pump investieren. Durch Investitionen der öffentlichen Hand in Infrastruktur wie Straßen, Bildung, Häuser und Soziales wird das ausgegebene Geld in seiner Wirkung durch den Investitionsmultiplikator verstärkt. Subunternehmer usw profitieren, Jobs werden geschaffen und die Atmosphäre ändert sich.

Dies kann jedoch nur geschehen, wenn man dafür die Haushaltsziele aufgibt, Deficit Spending halt.
Wer sich damit beschäftigt hat, der kann sich folgenden Artikel auf der Zunge zergehen lassen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,595512,00.html

Zum Schreien, wie kleingeistig unsere Politiker sind.

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