Medien kritisieren sich untereinander. Gibt’s zwar schon länger, ist mir heute morgen aber besonders aufgefallen. Insbesondere zwischen den “neuen” Medien, sprich Blogs und den “klassischen” Medien TV und Print scheint es dabei Uneinigkeit über die Form der Berichterstattung an sich zu gehen.

Beispiele:

Aus Sicht des klassischen Journalismus ist dies der Frontalangriff auf die Kernkompetenz der klassischen Medien, die Seriösität. Diese trotz Allem zu vermitteln scheint inzwischen höchste Priorität bei den klassischen Medien zu haben.

Denn es ist die letzte Trennscheibe zwischen Ihnen und der rauen Realität, dass Menschen sich auch aus anderen Quellen informieren können. Je geschulter der Mensch im Umgang mit dem Netz ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass er nur noch den Medien vertraut, die ihm noch keine solche Ente vorgesetzt haben.

Und wenn man Journalismus als Service begreift, ist man mit einem derartigen Fehlgriff einfach “unten durch”. Klar sind Journalisten auch nur Menschen, die Fehler machen dürfen. Aber wenn es an der Arbeitsweise der Redaktion liegt, also systeminhärent ist, verschwinden die Leser.

Und das geht rasend schnell. Sollte Spiegel Online in einer Woche zwei Falschmeldungen verbreiten war es die längste Zeit informatives Leitmedium in Deutschland. Hoffen wir, dass es dann eine Alternative gibt.

Fazit: Die Zeiten in denen sich Medien alleine auf Ihre Autorität der Berichterstattung berufen konnten ist vorbei. Es muss mehr zum Leser kommuniziert werden, die Methoden müssen transparenter, die Quellen offengelegt werden.

Oder man kann alles leugnen und einfach so weitermachen wie bisher:

Update: Andere haben das gleiche gedacht, aber führen aufgrund aktiver bezahlter Arbeit ihre Gedanken besser aus ;)

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