Von Räubern, Kontrolleuren, Small-Talk und Selbstmord
Bunt gemischt präsentiert sich das Internet in der Mitte der Woche.
Und wenn Ihr euch jetzt fragt, was der Titel soll, so ist dies einfach eine Auflistung der Schlagworte aus den von mir zusammengesuchten Artikeln zum Thema Kommunikation. Besonders rabiat gehen dabei mal wieder die Amerikaner vor, aber die wissen ja welche Wirkung sie damit erzielen, meistens jedenfalls.
Viel Spaß beim Lesen!
Numero 1: Räuber
Spiegel Online blubbert über Google News, den Wandel des Dienstes vom Aggregator zum Anbieter und die Herkunft der Nachrichten. Dabei wird betont, dass nur durch die redaktionelle Aufbereitung des Agenturmaterials ein Überblick entstehen könnte. Was die guten Journalisten vom Spiegel dabei übersehen, ist dass genau diese Funktion mittlerweile auch ins Internet abwandert. Hallo Blogosphere! (zu lesen hier)
Numero 2: Selbstkontrolle – wichtig
Heise Online zitiert aus einem DPA Interview mit Petra Grimm, Professorin an der Stuttgarter Hochschule der Medien:
Lug und Trug stellten besonders im Kontext des Journalismus eine Gefahr dar, sagte die Wissenschaftlerin. Es müssten Möglichkeiten geschaffen werden, Falschmeldungen oder Betrügereien zu erkennen, wie dies im Falle der Ankündigung des Amokläufers von Winnenden wahrscheinlich zu spät geschah. “So könnten in den Chatforen verstärkt Moderatoren eingesetzt werden oder sogar nur moderierte Chats angeboten werden.”
Die Logik ihrer Argumentation in Kurzfassung: Im Internet gibts böse Menschen – Internet ist schwer zu kontrollieren – Anonymität verleitet mehr böse Menschen dazu Böses zu tun – Mehr Medienkompetenz muss her. Soweit nicht schlecht. Was der Satz zur Moderation von Chatrooms soll – wenn vorher von Journalismus die Rede ist – und wie man technisch nur moderierte Chats anbieten soll, wo das Internet doch so schwer zu kontrollieren ist, erschließt sich mir nicht. Da müssen eher die Journalisten (bzw. im Fall Winnenden wohl eher die Polizisten) zu den Ursprüngen der Recherche zurückkehren. Ausserdem wird in weit verbreiteten Tageszeitungen ja mitnichten nur die Wahrheit gesagt. (zu lesen hier)
Numero 3: Recherche mal richtig
Netzpolitik.org fragt sich, was so ein Institut wohl macht, wie es finanziert wird und welche Einflüsse dies auf die Ergebnisse der von besagtem Institut veröffentlichten Studien hat. (zu lesen hier)
Numero 4: Selbstmord
Der republikanische Abgeordnete Iowas hat eine klare Ansage an alle AIG Manager, die jetzt Millionenboni kassieren: Zurücktreten oder Selbstmord begehen. Es gibt Sachen, die sind nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten möglich. Nicht vergessen: AIG hat inzwischen 189Mrd. US-$ an Staatshilfen kassiert und zahlt jetzt 170 Mio davon an Manager der Investement-Sparte aus. An genau die also, die Alles verbockt haben sollen. Und auch wenn er den Selbstmord mit einer japanischen Analogie aufzuhübschen versucht, es würde auch nix helfen.(zu lesen hier)
Numero 5: Alles Wurst
Turija ist ein kleines Städtchen in Serbien. Dort wird jedes Jahr eine Wurst produziert. Jedes Jahr ein Centimeter länger als letztes Jahr. Dieses Jahr ist diese Wurst ca. 2025 Meter lang. Die Leute bauen also schon seit ca. 200492 BC Würste, angenommen sie haben mit einer 1cm Wurst angefangen. (Yeah)