Wolfram Alpha startet Sonntag – 17.5.09
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Für alle, die noch nie etwas davon gehört haben hier die Kurzfassung:
Wolfram Alpha wird eine Internet-Datenaggregationsmaschine. Wo Google Webseiten sucht, die Daten enthalten, sucht Wolfram Alpha die Daten. Und bietet dabei extrem viele weitergehende Funktionen. So kann man damit Charts bauen, Zeitverläufe analysieren usw. Kein Google Ersatz, aber auf jeden Fall einen Besuch wert. John Stokes von Ars Technica meint sogar, 20% seiner Google Suchanfragen damit ersetzen zu können (Link zum Artikel). Er kommentiert ausserdem die Möglichkeiten etwas ausführlicher.
- Ausserdem hier eine Video-Erklärung des Entwicklers: http://www.wolframalpha.com/screencast/introducingwolframalpha.html
Am Sonntag wird es dann soweit sein, Wolfram Alpha wird live geschaltet. Ausprobieren lohnt sich denke ich.
Eine kurze, persönliche Erklärung zum bevorstehenden Launch:
Fishing in the Dark – Ziele von Corporate Blogs
0leicht verspätet nun der Folgeartikel zum Thema Bezahlinhalte im Web.
Dort hatte ich angekündigt über die Ziele von Corporate Blogs zu reden. Was genau sind eigentlich Corporate Blogs? Blogs von Unternehmen, Blogs von Personen in Unternehmen, Blogs über Unternehmen oder einfach Blogs, die von Unternehmen finanziert und gesponsort werden?
Eine schnelle Google-Suche bringt folgende Definitionen zutage:
- A corporate blog is a blog published by or with the support of an organization to reach that organization’s goals (corporateblogging.info)
- A corporate weblog is published and used by an organization to reach its organizational goals. (wikipedia.com)
- Some corporate blogs are internal that only employees can view to discuss issues at work and develop a sense of community. Corporate blogs that are external are viewable to the public and can be maintained by executives or other employees. These types of blogs are usually used as a PR tool. (about.com)
So, Corporate Blogs unterstützen also die Ziele eines Unternehmens. Einfach gesagt, Selbsterhalt und Wertsteigerung. Man möchte nicht pleite gehen und möglichst noch was zum eingesetzten Kapital dazuverdienen. Dazu muss man den Kunden erreichen. Da Blogs ja ein Kommunikationsinstrument sind, sind sie hervorragend dazu geeignet, einen Dialog zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden zu eröffnen.
Denn gerade die persönliche Natur von Blogs verkleinert die Kommunikationsbarrieren zwischen “DEM UNTERNEHMEN”, mit seinen womöglich tausenden Mitarbeitern und einer gesichtlosen Corporate Identity, auf der einen und dem einzelnen Kunden auf der anderen Seite.
Blogs ermöglichen öffentliche Punkt-zu-Punkt Kommunikation. Von einem Vertreter einer Firma zu einem Kunden, während andere Kunden und andere Mitarbeiter des Unternehmens diesen Dialog mitlesen können. Sie vereinfachen somit den Zugang zum wichtigsten Gut jeder Firma, ihren Kunden. Und egal von wem in der Firma ein solches Blog geschrieben wird, sei es der CEO höchstpersönlich oder ein Vertriebsmitarbeiter aus Unna, stellt es eine Verkörperlichung der Kommunikationskultur einer Firma dar.
Wenn Mitarbeiter/CEO im Blog offen und ehrlich kommunizieren, wo es das ganze Internet mitlesen und archivieren kann, dann geht der Kunde mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es firmenintern ebenso ist. Wenn man es als Unternehmen dann noch schafft dynamisch und zeitnah auf Kunden/Leserfragen einzugehen, vermittelt man ihnen Aufgeschlossenheit und Kompetenz.
Dabei sollte man auch darauf achten, dass Firmen das Bloggen nicht als Selbstzweck betreiben. Es ist noch so toll, einen Angestellten nur zum Bloggen abzustellen, ihm ein “Handbuch Marketinggeblubber für Fortgeschrittene” in die Hand zu drücken und gleichzeitig mindestens 4 Einträge pro Tag zu verlangen. Nur, der Leser wird dies durchschauen und die o.g. Effekte treten nicht mehr ein.
Kurz festgehalten: Firmen-Blogs verfolgen Kundenbindungs und -gewinnungsziele, indem sie die Kommunikation zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden personalisieren, Kontaktbarrieren abbauen und Firmenabläufe öffentlich dokumentieren.
World domination – Die Landkarte füllt sich
0Hallo Rezipienten!
eine kurze Zwischenstatistik. Ich durfte bisher 180 einzigartige Besucher auf dieser Seite begrüßen, der populärste Google Suchbegriff bisher mit 15 Hits war “Wie schreibt man ein Porträt” …und die Besucher kommen aus ganz Deutschland. Auch wenn Essen mit weitem Vorsprung führt
Ich freue mich jetzt auf die Blockveranstaltung Journalistik und Medienökonomie, werde heute meine Rechtbücher zurückbringen und 2 Hausarbeiten bis Sonntag fertig schreiben. Da qualmt die Dampfmaschine mit ordentlich PS nach vorne.
Slideshare – Social Powerpointing
0Hier mal ein Link zu Slideshare.net, einem sozialen Netzwerk mit sehr spezifischen Fähigkeiten für alle Powerpoint-Benutzer.
Man kann Präsentationen hochladen, kommentieren, in Websites einbetten, zum Download zur Verfügung stellen und vieles mehr. Sogar vertonen kann man sie!
Als Beispiel mal hier unsere Präsentation zu:
Genie out the bottle – Warum Bezahlinhalte doch funktionieren werden
2Lieber Leser, dieser Blogbeitrag ist kostenlos.
Bleibt das so?
Ich denke schon, was aber daran liegt dass ich dieses Blog als Hobby in meiner Freizeit befülle. Würde ich hier täglich Qualitätsartikel im Umfang mehrerer Seiten produzieren, wäre meine Strategie eine andere.
Qualität kostet Geld. Sie ist aufwändig zu produzieren. Sie braucht Zeit, Recherche und ein Medium mit dem man sie transportiert. Ausserdem ist Qualität auch die Unabhängigkeit, die “Objektivität” von externen Einflüssen. Zum Beispiel der Werbung.
Womit wir bei des Pudels Kern wären. Klassische Zeitungen finanzieren sich zu 50% aus Werbe- und dem Rest aus Gebühreneinnahmen. Durch den bereits erfolgten Einbruch des Werbemarktes im Zuge der Finanzkrise liegt die Quote bei einigen Zeitungen inzwischen stärker auf der Gebührenseite. Der Trend geht zu einer weiteren Reduktion des werbefinanzierten Anteils.
Wenn die Zeitungen also nicht nur Miese schreiben wollen, müssen sie den Verkaufspreis erhöhen. Soweit logisch. Dadurch wird auch die Unabhängigkeit der Zeitungen gesichert. Dass sich im Zuge dessen auch die Auflage verringert, leuchtet ein. Neue Geschäftsfelder müssen also her.
Das Internet. Schlagwort der Informationsgesellschaft, Totschlagargument für alles was mit Bezahlen zu tun hat. Das neue Office, das letzte Album von U2, das schicke Sportfoto, Internet machts möglich.
Aber das Internet ist eine Riesenchance. Wenn, jaaaaaa wenn man die technischen Möglichkeiten zu nutzen versteht.
Kernkompetenzen einer Zeitung sind die Recherche sowie das Vermitteln von Inhalten über die verschiedensten Themen: Boulevard, Lokal, Sport, Wirtschaft, usw., usw. Da es derzeit im klassischen Anzeigengeschäft nicht läuft, sprich, die Einnahmen ausbleiben, dieser Trend sich sicher weiter fortsetzen wird und zudem die Leser wegbrechen, mutet es abenteuerlich an, im Internet nicht 50% des Inhaltes über Werbung finanzieren zu wollen, sondern ALLES.
Das wird aufhören. Müssen. Wollen sich Zeitungen nicht mit Bloggern anlegen, die in ihrer Freizeit ein paar Artikel schreiben und sich über Werbung finanzieren wollen/können.
Auf der anderen Seite des Ganzen stehen die Corporate-Blogger, die primär Kundenbindungsziele verfolgen. Dazu übermorgen mehr.