Transformers – Blog zu Social Community
0Ich habe gerade von BuddyPress gelesen. Einem Tool, welches es erlaubt, eine bestehende WordPress Instalation in eine Social Community zu verwandeln. Aber immer mit der Ruhe. WordPress? Was ist das eigentlich? Nun, einfach formuliert: Die Software, die es Millionen von Menschen erlaubt, ein Webblog zu führen. Dieses Webblog hier wird auch mit WordPress gestaltet. Wordpress ist also eine technische Komponente des Bloggens. Es beinhaltet folgende Features:
- Automatische Updates
- Kommentare
- Trackbacks
- Medienverwaltung
- Artikelverwaltung
Buddypress setzt jetzt noch einen drauf: Profile, Verlinkungen, Leserinhalte, Freundeslisten, Private Nachrichten, Gruppen, Activity Feeds, Foren. Kann es alles.
So kann bald jeder seine eigene Social Community aufmachen.Die Einstiegsbarrieren sinken, die Benutzerfreundlichkeit steigt. Die Abhängigkeit von den großen Anbietern schwindet. Jetzt nur noch flugs die kritische Masse an Usern erreichen hier, und die Business Communication Community der ISM könnte abgehen, oder was meint ihr? =)
Recommended Reading – Wörter für die Welt
0Ich hab mal ein paar Bücher zusammengestellt, die ich ganz lesenswert fand.
[amtap book:isbn=3791026291]
[amtap book:isbn=3518420585]
[amtap book:isbn=3428120965]
und schließlich, beispielhaft für die ganze siebenteilige Serie rund um den “Dunklen Turm”, der Abschlussband von Stephen Kings Meisterwerk. Für Alle, die den trockenen Stoff hinter sich lassen wollen
:
[amtap book:isbn=3453431618]
Chrysler – die Sozialisierung der Pleite
0So, die Gewinne streichen die Turbokapitalisten ein, die Scheiße dürfen die Kleinen ausbaden. So war der Tenor noch vor ein paar Monaten.
Das sieht man jetzt ganz formalisiert auch bei der Pleite von Chrysler nach Chapter 11. Fiat steigt ein, zahlt erstmal nix, bis die Schulden von Chrysler getilgt sind. Zahlt dann 2 Milliarden für 35%. Im Gegenzug steigt die Gewerkschaft Union of Autoworkers “The International Union, United Automobile, Aerospace and Agricultural Implement Workers of America”(UAW) bei Chrysler mit 55% ein. Der Staat mischt auch noch was mit. Ich bin gespannt was daraus werden soll. Vor allem weil Fiat ja vorgeworfen wird, nur an die Cashflow-Töpfe der Staatshilfen für Chrysler zu kommen. Man darf nicht vergessen, dass Fiat krass überschuldet ist. Ich meine letztens von 6,9 Milliarden Euro gelesen zu haben.
Spannend halt

SM – Service Management oder doch Fesselspielchen?
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Vorlesungen sind ein merkwürdiges Geschöpfe. Sie sind unterhaltsam, lehrreich, perönlich, interessant, aktuell und fordernd. Oder nichts davon, schlimmer noch, das Gegenteil all dessen. Von den Charaktereigenschaften hängt auch die Abkürzung des meist ellenlangen Titels der Verranstaltung ab. Einige Beispiele:
- Wirtschaftspolitik und Empirische Wirtschaftsforschung => seriöses Makro 2 / VWL3
- Wirtschaftsmathematik => seriös WiMa
- dann gehts los: Bilanzen und Steuern => BS
- und neuerdings: Service Management => SM
wenn nun jemand von der SM-Vorlesung spricht, bringt er damit schon einen Hinweis auf die Natur der Veranstaltung würde ich behaupten. Genauso wie BS landläufig für Bullshit steht, bedeutet SM nunmal Sado/Maso Fantasien.
Genauso ist die Veranstaltung übrigens auch. Wenn ihr noch andere Abkürzungen die zu diesem Schema passen habt, dann her damit
Warum einige Leute bloggen nicht verstehen, und es trotzdem tun.
3So, der Spiegel hat ein Interview mit der “Erfolgsautorin” Else Buschheuer geführt. Dort rührt sie die Werbetrommel für ein erst noch zu erscheinendes, bis jetzt nicht geschriebenes Buch und erklärt uns, warum sie dafür mit dem Bloggen aufhören muss.
Das bloggen macht nämlich ihren Romanen Konkurrenz. Ein paar Zitate gefällig? Gerne:
- Ich bin mir sicher, dass ich mein bestes Buch noch nicht geschrieben habe – und dass mein Internet-Tagebuch einer der Vorwände war, mich davon abzuhalten
- Wenn man sich aber diese kleinen Geschichten selbst wegnimmt und sie sofort publiziert, weil da dieser Drang ist, die Leser zu füttern – dann sind die Leser irgendwann satt
- Ich war vier Jahre lang eine Schriftstellerin, die von ihren Romanen leben konnte. Durch das systematische Bloggen habe ich den Wert meines Schreibens zerstört.
Oha, der 3. Punkt hat es ja in sich. Da entzieht sich jemand durch das trendige mitbloggen die Lebensgrundlage. Denn wie wir weiter im Interview lesen:
- Warum soll ein Leser für jemanden bezahlen, den er umsonst haben kann?
- Jeden Tag klicken meine Leser meine Internet-Seite an und lesen über meine Einsamkeit, mein Scheitern, meine kleinen Freuden. Schreibe ich zwei Tage nicht, krakeelen sie. Aber sie kaufen meine Bücher nicht, ich habe sie total verzogen
- Für mich verhält sich das Twittern zum Bloggen wie Methadon zum Heroin – ich muss von der Droge loskommen
Ist klar. Nicht nur, dass sie vorher gründlich darlegt, dass Blogs und Bücher zwei inhaltlich völlig unterschiedliche Medien sind, nein, auch süchtig machend ist bloggen natürlich. Und zwar ungefähr so wie Heroin. Na gut, wenn sie sich damit die Lebensgrundlage entzieht, bitteschön. Finde ich etwas hart diesen Vergleich.
- Ach, diese Kommentarschmarotzer, die überall auf anderer Leute Domains rumblöken, am liebsten anonym, denen biete ich kein Forum. In meinem Tagebuch schreibe ich, was ich zu sagen habe. My homepage is my castle – und dort gibt es nur eine Bestimmerin: Mich.
- Ich wollte wissen, wer meine Leser sind, wollte direkt erreichbar sein. Dennoch ist das Netz für mich ein einsamer Ort. Es gibt zwar einen Dialog mit dem Leser – aber nur via E-Mail, keinen öffentlichen Diskurs.
Ich halte fest: Ich hab keinen Bock auf Kommentare von so Internet-Schmarotzern. Schade ausserdem, dass der Dialog nicht öffentlich stattfinden kann. Ja was denn nun?
Zusammenfassend: Wer bloggen will, sollte sich der Vernetzungsmöglichkeiten der Blogosphäre bewusst werden, die Dialogformen mit all ihren Vor- und Nachteilen nutzen und seinen Dayjob weiterhin betreiben. Nicht dass wir demnächst in der Bild lesen müssen “Blogger tot – die Sucht wars”.